Nach meiner Reise letztes Jahr mit meiner Mutter
nach New York überlegte ich wohin ich dieses Jahr
reisen könnten und nach verschiedenen Überlegungen
entschied ich mich für Kanada. Da keiner den ich
gefragt habe Geld, Zeit oder beides für eine Reise
über den großen Teich hatte, konnte ich allein
entscheiden wohin es gehen sollte. Der Nachteil ist
natürlich, dass ich auch alleine reisen
musste.
Und
so begann am 29.09.2003 das Abenteuer "Lars allein
in Kanada". Ich flog mit
British Airways
von Köln über London nach Toronto. Dort ging es mit
dem
Airport Express Shuttle
Bus in die Innenstadt. Da dieser Bus nicht direkt
zu meinem Hotel dem
Quality Downtown Hotel
fährt, musste ich danach noch ein Stück zu Fuß
gehen, aber nach dem vielen Sitzen war das auch mal
gut.
Gegen
Abend war ich schließlich in meinem
Hotelzimmer.
Das Zimmer war schön groß und mit allem was man so
braucht (oder auch nicht) ausgestattet (Fernseher,
Fön, Kaffeemaschine, Bügeleisen, ...). Nachdem ich
das Zimmer erkundet hatte ging ich los, um mir
etwas zu essen zu besorgen.
Etwas
zu essen zu bekommen ist in Toronto nicht sehr
schwierig. Da ich nicht vorhatte für viel Geld in
einem Restaurant essen zu gehen, war ich meist in
einem der vielen Fast-Food Restaurants. In der
Innenstadt ist davon die größte Anhäufung im Food
Court vom
Eaton Centre.
Der Eaton Centre ist ein sehr großes
Einkaufszentrum mit etwa 300 Geschäften. Im Norden
und Süden jeweils in der untersten Etage findet man
den Food Court. Hier kann man chinesisch,
griechisch, italienisch, ... essen und natürlich
sind hier auch verschiedene Burger-Ketten. Hier
habe ich dann fast jeden Tag etwas gegessen.
Am
ersten Morgen wollte ich als erstes Mal runter ans
Wasser. Ich ging also zu Fuß zum
Ontario See.
Dort angekommen habe ich die Blick auf das Wasser
und schon einen Teil der
Skyline
von Toronto genossen. Ein Gebäude kann man von fast
überall sehen. Der
CN Tower.
Aber dazu später. Am Ufer habe ich mich erstmal an
der Promenade auf eine Bank gesetzt und in
Deutschland angerufen. Danach ging es los
zur
Fähre,
denn richtig sehen kann man den Lake Ontario von
hier noch nicht, da direkt vor einem noch Toronto
Island liegt. Mit der nächsten Fähre bin ich dann
rüber auf die Insel und habe einen Spaziergang über
die Insel gemacht. Die meisten Einrichtung waren
schon zu, da es Nebensaison war. So war ich auch
fast allein am
Sandstrand
und den
Parkanlagen.
Von einer
Seebrücke
aus kann man dann bis zum Horizont nur das Wasser
des Sees sehen. Außerdem ging ich noch zum
Leuchtturm
und danach zurück in Richtung Fähre. Von der Insel
hat man einen super Blick auf Toronto mit
dem
CN Tower
und dem
Sky-Dome.
Nach dem Ausflug auf die Insel ging es noch etwas
am Ufer entlang zum
Queen's Quay.
Dies ist ein weiteres kleineres Einkaufszentrum.
Hier gibt es ein paar sehr schöne Souvenirläden. In
einem bekommt man hauptsächlich Dinge von den
Indianern und Inuit in Kanada. Hier habe ich mir
einen kleinen
Inushuk
gekauft. Dies ist eine Steinfigur, die früher von
den Ureinwohnern aufgestellt wurden. Sie bestehen
aus aufgestapelten Steinen. Sie hatten verschiedene
Aufgaben. Zum Teil waren es Wegmarkierungen oder
auch eine Art Grenzstein. Am Hafen von Toronto habe
ich auch noch ein großen gesehen.
Ähnlich
dem Flatiron Building in New York gibt es auch in
Toronto ein Gebäude. Es ist das
Gooderham Building.
Auch dies hat die Form eines Dreiecks. Aber es gibt
noch etwas besonderes. Wenn man vor dem Gebäude
steht, sieht man dahinter rechts und links die
Zwillingstürme eines Hochhauses. In der Nähe gibt
es auch noch den
St. Lawrence Market.
Dies ist eine alte Markhalle in der man auf
mehreren Etagen viele Waren wie Obst, Gemüse,
Fleisch usw. kaufen kann.
An
einem anderen Tag ging ich die
University Avenue
entlang. Hier findet man in der Mitte der
Fahrspuren einen Grünstreifen mit einer großen
Anzahl von Denkmälern. Oben an der Straße läuft man
direkt auf einen Statue des ersten
Ministerpräsidenten von Kanada zu und dahinter
steht das
Parlamentsgebäude
von Ontario. Als Toronto noch die Hauptstadt von
Kanada war, war es noch das Parlament von Kanada.
Umgeben ist das Gebäude von einer Parkanlage in der
man natürlich die übliche nordamerikanische Plage
antrifft: Eichhörnchen. Links vom Parlament
befindet sich die
Universität
von Toronto mit vielen historische Gebäuden. Weiter
die Straße entlang kommt man zum
Royal Ontario Museum.
An
der Queen Street Ecke Bay Street steht die alten
und neue
City Hall.
Die neue City Hall ist ein Gebäude mit einer sehr
modernen Architektur. Es ist ein kreisrundes
Gebäude umgeben von zwei hohen gebogenen Türmen.
Direkt vor dem Gebäude findet man eine Skulptur von
Henry Moore und ein ewiges Friedensfeuer. Diese
Feuer wurde von Papst Johannes Paul II entzündet
als er in Toronto war. Rechts vom Platz
(Nathan
Phillips Square)
vor dem neuen Rathaus auf der anderen Straßenseite
steht das alte Rathaus.
Mit der U-Bahn fuhr ich bis zur Haltestelle Dupont.
Von dort ging ich weiter nach Norden zur
Casa Loma.
Dies ist ein kleines Schloss, dass sich der früher
reichste Kanadier gebaut hatte. Er hatte vor dem
ersten Weltkrieg ein Monopol in Toronto auf die
Stromversorgung und die Straßenbeleuchtung. Damit
muss er Unmenge Geld verdient haben. Mit diesem
Geld hat er sich seinen Traum erfüllt. Er wollte
ein Schloss wie Windsor Castel in England haben.
Einige Räume sind so auch 1 zu 1 übernommen. Da es
ihm anfangs nicht am Geld fehlte plante er auch
sehr viele damals einzigartige Dinge einzubauen. So
hatte das Gebäude einen Aufzug. Den ersten in
Kanada in einem Privathaus. Es sollte im Keller
einer Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna
geben. Er hatte ein gekühltes Weinregal, einen
Wintergarten, im Badezimmer eine Dusche mit Wasser
von allen Seiten und Unmengen von Wasserhähnen um
dies zu steuern. Natürlich sollten im innern nur
Marmor und Edelhölzer verwendet werden. Ein
Highlight ist auch das Stabsaugersystem und die
Telefonanlage. Es gab in fast jedem Zimmer ein
Telefon. Für die Vermittlung die noch durch
umstecken von Kabeln erfolgte, da es ja noch keine
Computer gab hatte er dann auch einen Mitarbeiter.
Durch die Türme sieht es auch von außen aus wie ein
Schloss. Durch einen langen Tunnel vom Keller aus
kommt man zu den Garagen und Stallungen auf der
anderen Straßenseite. Auch diese Gebäude sieht von
Außen aus wir ein Schloss. Wie ich aber schon
angedeutet habe, konnte er nicht alles so umsetzen,
wie er es wollte. Durch Fehlinvestitionen und den
1. Weltkrieg ist er pleite gegangen und das Schloss
wurde nie fertig gestellt. Ein großer Teil des
Luxus musste er sogar verkaufen. Einen Teil kann
man heute wieder bewundern, aber manche Sachen
konnte der Verein, dem das Gebäude heute gehört
nicht mehr wieder bekommen. Aber auch ohne diese
Dinge ist es ein Luxus Tempel, den man sich ansehen
sollte.
Direkt
neben der Casa Loma steht das Haus
Spandina.
Auch diese kann man besichtigen, was ich allerdings
nicht getan habe.
Einen Tag vor meiner Abreise habe ich noch
den
CN Tower
und den
Sky Dome
besichtig. Diese beiden Rekordgebäude stehen direkt
nebeneinander. Der CN Tower ist der höchste Turm
der Welt (553m). Offiziell ist es die höchste
freistehende vom Menschen geschaffenen Struktur. Da
es sich nur um einen Funkturm handelt ist es nicht
das höchste Gebäude der Welt. Dies ist derzeit der
Taipeh 101 Tower in Taiwan und demnächst das
Nachfolgegebäude des World Trade Center in New York
City. Oben im CN Tower findet man die höchste
Aussichtsplanform der Welt. Aus einer Höhe von 447
Metern schaut man auf Toronto. Bei gutem Wetter
kann man von hier aus, den Nebel der Niagara Falle
sehen. Der Ausblick ist zwar beeindruckend, aber
New York sieht irgendwie schöner aus. Vielleicht
liegt es daran, dass es dort noch mehr Hochhäuser
gibt.
Der
Sky Dome
war das erste Stadion der Welt mit einem Dach, das
man komplett öffnen und schließen konnte. Es ist
das Football und Baseball Stadion von Toronto.
Außerdem ist es auch eine Veranstaltungsarena für
Konzerte und Theater. An Tagen an denen keine
größeren Veranstaltungen im Sky Dome sind kann man
einen Führung durch das Stadion machen. Dies habe
ich getan. Nach einem Film über die Architektur und
den Bau des Gebäudes macht man einen Rundgang durch
die verschiedenen Bereiche. So kommt man zu den
verschiedenen Kategorien von Sitzplätzen und auch
zu den Plätzen der Presse. Normalerweise kann man
auch auf das Spielfeld. Dies war an dem Tag
allerdings nicht möglich, da dort einen Football
Fernsehserie gerade gedreht wurde.