Bei FTI hatte ich schon im Voraus für den 3. Oktober eine englischsprachige Bustour zu den Niagara Fällen gebucht. Da ich die Fälle nicht nur bei Tag sondern, wenn man schon mal da ist, auch beleuchtet bei Nacht sehen wollte, hatte ich die Nachmittagstour gebucht. Mittags wurde ich mit einem Engländer und seinem Sohn am Hotel abgeholt. Von hier fuhren wir noch ein Ehepaar aus München an einem anderen Hotel abholen. So ging es dann zu Fünft plus unseren Reiseführer über den QEW (Queen Elisabeth Way) richtig Niagara. Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel hielten wir an ein paar anderen Sehenswürdigkeiten. Zum einen haben wir an einer der größten Uhren der Welt einen Stopp gemacht. Sie wird jedes Jahr anders bepflanzt. Außerdem haben wir uns Whirlpool (Devils Hole) angeguckt. An dieser Stelle ist der Fluss wortwörtlich auf Granit gestoßen. Da Wasser immer den Weg des geringsten Widerstandes geht, hat der Fluss hier eine 90° Kurve gemacht. Dabei bildet sich ein Strudel. Tagsüber fließt das Wasser gegen den Uhrzeigersinn und nachts im Uhrzeigersinn. Der Richtungswechsel liegt an der Menge und Geschwindigkeit des Wassers. Nachts wird mehr Wasser in Kraftwerke umgeleitet und so ändert sich die Richtung. Auch besuchten wir den wohl größten Andenken-Laden an den Fällen auf Kanadischer Seite.Danach ging es zur Hauptattraktion an den Fällen. Maid of the Mist. Dies sind Schiffe, die sowohl von kanadischer als auch von amerikanischer Seite aus ganz nah an die beiden Wasser Fälle heran fahren. Als erstes bekommt man ein ein blaues Regencape, dass man auch behalten darf. Dann geht es auf das Schiff und los zu den amerikanischen Fällen. Schon hier wird es sehr nass durch die Gischt. Aber der Höhepunkt ist dann der kanadische Teil. Hier kommt das Wasser dann von fast überall. Schon nach kurzer Zeit konnte ich, als Brillenträger, nicht mehr viel sehen, da meine Brille ganz nass war. Dann geht es noch mal an den amerikanischen Fällen vorbei und schließlich zurück zum Anlegesteg. Am ausgemachten Treffpunkt wartete schon unsere Reiseführer. Er erzählte dann, dass im letzten Sommer viele auf das Regencape verzichtet haben, um sich bei der Hitze etwas abzukühlen. Als nächstes wind wir mit dem Bus zum Table Rock Haus gefahren. Hier kann man über Treppen und durch Gänge an und hinter die Kanadischen Fälle. Da sind wir aber nicht hingegangen. Wir sind nur jeder für sich den Fußweg oben entlanggegangen. Direkt vor einem fließt das Wasser entlang und dann stürzt es in die Tiefe. Und wenn man weiter rüber guckt sieht man auch die amerikanischen Fälle. Dann kam auch die Sonne durch die Wolken und wir konnten doch noch den Regenbogen sehen. Nachdem wir diesen Ausblick auf dieses Naturwunder genossen hatten ging es zum Abendessen. Das Essen gab es auf der Penthausetage des Sheraton Hotel. Dies ist die 13. Etage, die aus Aberglauben eben PT hieß. Von hier oben hatten wir einen herrlichen Blick auf die Fälle. Der Mann aus München meinte hier hätten wir direkt hingehen sollen. Das Essen war sehr gut. Es war ein Buffet von dem man sich bedienen konnte. Nach dem Essen ging es wieder runter und wenig später mit dem Bus zurück nach Toronto. Auf dem Weg haben wir noch einen Film über die Fälle gesehen. Wenn man mal in der Nähe der Niagara Fälle ist, dann sollte man sich dies nicht entgehen lassen. Wenn man nicht selber dorthin fahren möchte gibt es von Toronto und New York aus Touren, wie ich eine gemacht habe.